Leitbild/Konzeption

Kindergruppe Apfelstraße e.V. Jetzt einfach per PDF zum Download

I. Wozu diese Konzeption steht

Mit dieser Konzeption wollen wir einen ersten Einblick in unsere Einrichtung und Arbeit vermitteln. Die Einrichtung, die pädagogischen Grundsätze, Ziele und Methoden werden dadurch transparent gemacht. Die Konzeption ist für die Eltern und alle Interessierten eine Informationsgrundlage und eine Orientierungshilfe. Bei der Anmeldung kann sie eine zusätzliche Entscheidungshilfe sein und somit den Start für die Eltern und Kinder in die Kindergruppe erleichtern. Die Konzeption ermöglicht den pädagogischen Mitarbeiterinnen eine Reflexion über gemeinsame Zielsetzungen und eine gemeinsame Arbeitsweise. Neue Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen erhalten eine Einstiegshilfe. Unsere pädagogische Arbeit ist dokumentiert und dadurch nachvollziehbar. Die Konzeption ist nicht starr festgelegt, sie wird ständig erweitert und weiter entwickelt.

II. Sinn und Zweck unserer privaten Tageseinrichtung (Unsere Rahmenbedingungen)

Wir sind eine familienergänzende Einrichtung für Kinder aus Bielefeld und Umgebung. Gleichzeitig ist unsere Kita ein Ort des Kennenlernens und des Austausches für die Familien. Unsere Arbeit steht dabei stets im Einklang mit dem §1 SGB VIII (Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe).
Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich in den letzten Jahren entscheidend geändert: Für viele Familien, bzw. alleinerziehende Eltern ist eine größere Vereinbarkeit von Kind und Beruf – aus finanziellen Gründen, aber auch aufgrund eines geänderten Frauen- und Mutterbildes notwendig. Viele Kinder wachsen heute ohne Geschwister auf und werden in den ersten Lebensjahren überwiegend von Erwachsenen geprägt. Enge Wohnverhältnisse und eine überbaute Umgebung sind weitere Faktoren, die das Leben von Kindern heute stark prägen. Hier möchten wir ansetzen und ein Angebot machen, das sich an Kinder im Alter zwischen 0 und 6 Jahren richtet. In unserer Einrichtung können die Kinder erste Erfahrungen mit anderen Kindern ohne ihre Eltern machen. Den Kindern erste Erlebnisse in der Gemeinschaft zu ermöglichen, ist eines unserer wesentlichen Ziele. Es wird räumlich und atmosphärisch eine Umgebung angeboten, in der sich jedes Kind nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entwickeln kann. Auf diesem Weg sollen das Selbstvertrauen des Kindes gefördert und unterstützt, aber auch individuelle Begabungen geweckt und gefördert werden.

1. Träger

Träger der Einrichtung ist der gemeinnützige Verein Elterninitiative Kindergruppe Apfelstraße e.V. Mitglieder des Vereins sind die Sorgeberechtigten der aktuell in der Einrichtung betreuten Kinder. Die Kita gehört dem Dachverband des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands (DPWV) an.

2. Unser Haus

Die Kita bezog im September 2007 die neu erbauten Räumlichkeiten in der Apfelstraße 129 in 33611 Bielefeld und war somit die erste Kindertagesstätte, die von der BGW gebaut wurde. Das Raumkonzept ist so ausgerichtet, das jede Gruppe ihren eigenen Gruppenbereich hat, zu dem sich jedes Kind zugehörig fühlt, in dem es Sicherheit erfährt und Selbstvertrauen gewinnt. Die differenzierte Raumgliederung in Nischen, Ecken und verschiedenen Ebenen gibt dem Kind die Möglichkeit des ungestörten konzentrierten Spiels. Hier kann es sich zurückziehen und sich mit unterschiedlichen (Spiel-) Materialien beschäftigen. An die Einrichtung schließt sich eine eingezäunte Grün- und Spielfläche an, die ebenerdig und für die obere Gruppe über eine Außentreppe zu erreichen ist. Der große mit Naturmaterialien gestaltete Garten wurde im Oktober 2009 unter Mitwirkung der Elternschaft und der Ideenwerkstatt Lebens(t)raum komplett neu- und umgestaltet. Die Gestaltung der gesamten Einrichtung ist besonders kindgerecht konzipiert und entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Durch die Verwendung von viel Glas wirken alle Räume sehr hell und freundlich und lassen viele Möglichkeiten für phantasievolles Gestalten offen.

3. Öffnungszeiten

Bei einer Buchungszeit von 35 Stunden
Von montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Bei einer Buchungszeit von 45 Stunden
montags, dienstags und donnerstags von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr
mittwochs von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr
freitags von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr

In der Frühdienstzeit von 7:30 Uhr bis 8:00 Uhr sowie in der Spätdienstzeit von 16:00 Uhr bis 17:00 bzw. mittwochs von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 15:00 Uhr bis 15:30 Uhr werden die Kinder zusammen in einer Gruppe betreut. Zwischen Weihnachten und Neujahr (bis einschließlich 2. Januar) ist die Einrichtung geschlossen. In den Sommerferien beleibt unsere Kita für zwei Wochen geschlossen. Außerdem geschlossen ist an zwei Teamtagen und zwei Brückentagen im Kalenderjahr.

4. Unsere Aufnahmekriterien

Für unsere 30 Kindergruppenplätze haben wir folgende Aufnahmekriterien festgelegt: An erster Stelle werden freie Plätze mit Geschwisterkindern belegt. Ein weiteres Kriterium ist das Geschlecht, damit die Gruppe auch in der Hinsicht ausgeglichen bleibt. Weiterhin beachten wir bei Neuaufnahmen das Alter des Kindes, weil wir es für wichtig ansehen, dass für jedes Kind Spielpartner im entsprechenden Alter vorhanden sind.

5. Unsere Gruppen

Die Käfer sind 20 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahre
Die Äpfel sind 10 Kinder im Alter von 0,5 bis 3 Jahre
Jede Gruppe verfügt über einen großen Gruppenraum, einem Gruppennebenraum, einer zweiten Ebene zum Spielen, Eigentumsfächer für jedes Kind, einen Waschraum und einen Garderobenbereich. Die Gruppenräume sind in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Dazu gehören die Rollenspielecke, der Vorlesebereich, eine Mal- und Bastelecke, ein Frühstücksbereich und die Bau- und Konstruktionsecke. Die Türen der Gruppennebenräume sind mit Glastüren zum durchschauen versehen. Die Apfelgruppe hat zusätzlich einen separaten zweiten Schlafraum. Gemeinsam nutzen die beiden Gruppen den Mehrzweckraum. Im U3 Bereich finden in ihm Bewegungsangebote statt, von der Ü3 Gruppe wird der Raum zum musizieren in der Kleingruppe genutzt. Auch verschiedene Entspannungsangebote finden im Mehrzweckraum statt.

6. Geschützter Rahmen für die U3 Kinder

In unserem Haus legen wir großen Wert darauf, die U3 Kinder in einem geschützten Rahmen zu betreuen. Das heißt, ein guter Personalschlüssel, ein gut strukturierter Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Abläufen und viele Rückzugsmöglichkeiten für unter dreijährige. Neben dem Gruppenraum und dem Gruppennebenraum gibt es noch die Möglichkeit, verschiedene Sinnesangebote wie Massagen, vorlesen, träumen in unserem Snoozleraum anzubieten.

III. Pädagogische Grundsätze in der Arbeit mit Kindern

1.Zielsetzung

Sicherheit und Geborgenheit
* Kompetenzen im persönlichen Bereich
- positives Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein aufbauen
- Vertrauen zu eigenen Fähigkeiten entwickeln
- Altersgerechte Förderung der Selbständigkeit (Entscheidungen treffen, Eigenverantwortung übernehmen)
- Mitbestimmung (nein-sagen lernen)
- Eigene Stärken, Neigungen und Schwächen wahrnehmen
- Eigene Gefühle und Bedürfnisse kennen lernen, zulassen und entwickeln
- Inneres Gleichgewicht finden zwischen Ruhe und Bewegung
- Werte, Normen und Regeln kennen lernen und entwickeln
- Widerstandsfähigkeit, Belastungsfähigkeit aufbauen

Ein wichtiges Ziel unserer Arbeit ist, dass die Kinder sich in unserer Einrichtung sicher und geborgen fühlen. Jedes Kind hat seine feste Gruppe mit festen Bezugspersonen, die als Ansprechpartner präsent sind. Wichtig ist uns, jedes Kind persönlich zu begrüßen, ich zuzuhören und bei der Wahl der Spielpartner oder Spielbereiche behilflich zu sein. Wir nehmen Probleme und Konflikte jedes einzelnen Kindes ernst und bieten bei der Konfliktbewältigung eine „helfende Hand“. Wir nehmen uns die Zeit, auf die Wünsche und Nöte jedes Kindes einzugehen, mit ihnen gemeinsam zu singen, zu spielen, zu kuscheln, vorzulesen. Ein wichtiger Bestandteil unseres Miteinanders ist das Verstehen, Akzeptieren und Einhalten der Gruppenregeln und Grenzen, denn nur dadurch ist ein ungestörtes Spiel in der Gemeinschaft möglich.

Weiterhin erfahren die Kinder Sicherheit und Geborgenheit in den immer wiederkehrenden Tagesabläufen beim Spiel, Frühstück, Bewegen, Morgenkreis, Geburtstagsfeiern und bei geplanten Angeboten. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten und die verlässlichen Abholzeiten bieten den Kindern Sicherheit im Tagesablauf unserer Kita.

Gemeinschaft

In jeder Gruppe leben wir mit den Kindern, ähnlich wie in einer großen Familie, partnerschaftlich miteinander. Individuell gehen wir dabei auf jedes einzelne Kind ein, damit es sich bei uns wohlfühlt und zu uns Vertrauen aufbaut. Wir akzeptieren das Kind als eigene Persönlichkeit und nehmen uns Zeit für jedes Kind. Wichtig ist uns dabei auch, Kontakte der Kinder untereinander zu fördern. Selbstbewusstsein – Partizipation
* Kompetenzen im sozialen Bereich
- Bindungen und Beziehungen zu neuen Bezugspersonen und Kindern aufbauen und entwickeln
- Gemeinschaft und Gruppe kennen lernen, erleben und genießen
- Wir-Gefühl empfinden
- Fähig sein, sich kooperativ zu verhalten (z.B. teilen), sich abzusprechen, zusammen zu spielen und gemeinsame Aktivitäten zu gestalten
- Gemeinsam kommunizieren, zuhören, ausreden lassen und nachfragen
- Die eigene Rolle finden, verschiedene Rollen kennen lernen und ausprobieren
- Lernen, altersgerechte Verantwortung für sich und andere zu übernehmen
- Regeln und Grenzen kennen lernen und akzeptieren, Konsequenzen tragen
- Konflikte lösen lernen
- Frustrationstoleranz entwickeln und einüben
- Rücksichtnahme und Vorbild üben

Selbstständigkeit lässt sich nur da erlernen, wo das Kind im eigenen Handeln selbständig sein darf.
Der Eintritt des Kindes in die Kindergruppe ist ein erster Schritt in die Selbständigkeit. Wir lassen den Kindern Zeit und geben ihnen liebevolle Unterstützung, um die vielen neuen Eindrücke bewältigen zu können und mit der Umgebung vertraut zu werden. Es ist uns wichtig, dass sich jedes Kind in unserer Einrichtung aufgehoben fühlt, die gleiche Wertschätzung erfährt, Beziehungen und Freundschaften aufbaut und sie pflegt. Wir beobachten das einzelne Kind aufmerksam, begleiten und ermutigen es, sich altersgemäß seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechend selbstbewusst und selbständig zu entwickeln.
Jedes Kind wird seines Alters entsprechend an Entscheidungen des Gruppengeschehens beteiligt und erlebt dadurch, dass seine Meinung wichtig ist und „gehört“ wird. Im Gruppenalltag vermitteln wir dem Kind das Zutrauen in seine Person und seine wachsenden Fähigkeiten, sich aktiv mit seinem sozialen Umfeld auseinander zusetzen, Verantwortung für sich selbst und das eigene Handeln zu übernehmen. Im Zusammenleben in der Gruppe entstehen auch Konfliktsituationen. Wir beobachten diese und wirken entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes abwartend, klärend oder unterstützend ein. Das Kind bekommt von uns Hilfestellung oder aber Zeit, um seinen Konflikt angemessen auszutragen, selbst Lösungswege zu finden und Kompromisse zu schließen. Jeder kleine Erfolg, es selbst geschafft zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl des Kindes. Seine Selbständigkeit wächst in der aktiven Auseinandersetzung mit sich selbst, mit den anderen Kindern und seinem Umfeld.

Akzeptanz und Toleranz
In der Kindergruppe Apfelstraße treffen sich täglich viele Persönlichkeiten, die sich in ihrem Entwicklungsstand, ihren Interessen und Meinungen, Familiensituationen, Kulturen, Religionen, Sitten und Gebräuchen unterscheiden. Wir entdecken gemeinsam mit den Kindern unterschiedliche Sprachen und Kulturen. Durch unsere vorgelebte Wertschätzung im alltäglichen Miteinander vermitteln wir die selbstverständliche Annahme jedes einzelnen Kindes in der Gruppe. Unser Ziel ist es, die Kinder darin zu stärken, sich anderen zuzuwenden, andere einfühlend zu verstehen (Empathie), Vorurteile zu überwinden, Entscheidungen anderer zu akzeptieren, gemeinsam zu reden, zu spielen, miteinander Konflikte zu lösen und auszuhalten.

Sinneserfahrung
* Kompetenzen im kognitiven Bereich
- be-greifen lernen
- Sinneswahrnehmung, sinnliches erfahren
- Raum/Lage – Orientierung kennen lernen
- Begegnung und Erfahrung mit der Natur und Umwelt machen (Wetter, Lebewesen)
- Grundlagen von geometrischen Formen, Farben, Zahlen, Mengen, Raum und Zeit kennen lernen

Das Spiel übernimmt für die Sinnesentwicklung eines Kindes eine wichtige Funktion. Es ist ein betontes Tun, das Körper, Geist und Seele beansprucht, Kreativität und Phantasie fördert und auch Ängste verarbeitet und abbaut. Um die Sinne zu erfahren, bieten wir den Kindern die Möglichkeit für ein freies Spielen in einer Umgebung, in der sie sich wohlfühlen und frei entfalten können. Das spiegelt sich auch in unserem Haus durch z. B. verschiedene Spielebenen, Spiegel, Bilder, Bewegungsangebote und vielfältige Materialien wieder. Unser naturnahes Außengelände wird zur sinnlichen Wahrnehmungsstätte. Hügel in unterschiedlichen Höhen, Balancierbalken, Sand, Steine, Tunnel und Sinnespfad, sowie die Wetterbegebenheiten (Sonne, Regen, Wind und Kälte) fördern und forder die Kinder in ihrem Tun.

Bewegung
* Kompetenzen im physischen Bereich
- positives Körpergefühl aufbauen
- Freude und Spaß an der Bewegung erfahren
- Bewegungsdrang ausleben
- Gleichgewicht und Balance halten
- Grobmotorische Fähigkeiten kennen lernen und erwerben
- Feinmotorische Fähigkeiten (Pinzettengriff, schneiden, reißen, malen, an- und ausziehen, bauen) kennen lernen und erwerben
- Körperpflege (Hände waschen, Zähne putzen, Toilettengang) selbständig erlernen

In unserer Kindergruppe haben die Kinder die Möglichkeit, ihre motorischen Fähigkeiten zu erfahren, zu erproben und zu verbessern.
In anregenden Räumen z. B. Spielecken mit individueller Gestaltungsmöglichkeit, sichtgeschützten Nischen und Rückzugsmöglichkeiten im Flur und Gruppenraum ist das störungsfreie, unbeobachtete Spiel in kleinen überschaubaren Kindergruppen ebenso möglich, wie bei Bewegungsbaustellen im Mehrzweckraum. Ebenso wichtig wie geeignete Erfahrungsräume sind Gegenstände und Materialien zu Spielen, die jederzeit verändert um umfunktioniert werden können. Zu den geeigneten und die Fantasie anregenden Materialien gehören Verkleidungsgegenstände ebenso wie gestaltbare sinnanregende Materialien wie Kleister, Farbe, Sand, Wasser, usw. Die Möglichkeit Alltagsgegenstände umzufunktionieren, kann die Fantasie ebenso anregen, wie auch die körperliche Bewegung herausfordern. Die Kinder können sich in ihrem eigenen Rhythmus entsprechend bewegen und zur Ruhe kommen, sich alleine, paarweise oder in Gruppen betätigen.

Unser Garten wird zur Erlebniswelt, die den Kindern den Reichtum der Natur und die Begegnung mit deren Materialien nahe bringt. Die Kinder werden zur Eigeninitiative heraus gefordert und werden z.B. durch laufen, rutschen, schaukeln, balancieren, klettern, kriechen und springen zur Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Mut und Angst motiviert. Dabei werden das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl, die Kontaktfähigkeit zu anderen, sowie das Ausdrücken der eigenen Bedürfnisse und Interessen gefördert.

Kreativität
* Kompetenzen im kreativen Bereich
- Sinneserfahrungen kennen lernen
- Materialerfahrungen machen
- Spielen
- Gestalterische Möglichkeiten (malen, kneten, schneiden, reißen, bedrucken, bauen) kennen lernen und anwenden
- Phantasie entwickeln (Rollenspiele, Puppenspiele, Geschichten erzählen)
- Sinn für Ästhetik (Ordnung, Raumgestaltung und Dekoration) entwickeln

Kreativität ist ein umfassender Begriff und man kann in vielen Situationen und durch unterschiedliche Handlungen kreativ sein. Im alltäglichen Leben zeigt sich Kreativität bei kleinen Ereignissen, beim Umsetzen von Ideen oder Lösen von Problemen. Wir bieten in unserer Einrichtung Bedingungen, die den Kindern ermöglichen, Kreativität und Fantasie zu entdecken und auszuleben. Jeder Gruppenraum verfügt über Materialien, die zum kreativen Gestalten und Experimentieren einladen. Das sind Papier, Stifte, Farben, Stoffe, Knete, Kleber, Kartons usw. Wir betrachten die Werke der Kinder als Kunstwerke und würdigen oder präsentieren sie entsprechend. Kreativität zeigt sich aber auch im Spiel der Kinder, indem sie bei Rollenspielen in unterschiedliche Rollen schlüpfen oder beim Spiel auf dem Bauteppich verschiedene Gebäude bauen. Wir bieten den Kindern eine Umgebung mit Zeit, vielfältigen Möglichkeiten und einer Atmosphäre, in der die Kinder täglich selbstbestimmt mit den verschiedensten Materialien umgehen können. Kreative Leistungen ermöglichen Erfolgserlebnisse, die zum Aufbau eines hohen Selbstwertgefühls beitragen. Kreatives Denken und Handeln ermöglichen den Kindern die ganzheitliche Erfahrung vom eigenen Tun, Erleben und Erkennen.

Sprachförderung
* Kompetenzen im sprachlichen Bereich nach dem Modell der alltagsintegrierten Sprachförderung (BASIK)
- Aufbau und Erwerb von Mimik, Gestik und Artikulation
- Nonverbale Ausdrucksformen entwickeln
- Sprechfreude entwickeln
- Nachahmung ausprobieren
- Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse äußern lernen
- Erfahren von Kontaktaufnahme
- Zuhören erlernen
- Erweiterung des Wortschatzes, der Begriffe und der Satzbildung

Einen wesentlichen Teil der pädagogischen Arbeit in unserer Kindergruppe stellt der Bereich der Sprachförderung dar. Dabei dienen wir Erzieherinnen in erster Linie als sprachliches Vorbild, in dem wir unser Handeln sprachlich begleiten und Sprachanlässe schaffen. Im Gruppenalltag unterstützen wir die Kinder bei der Erprobung und Erweiterung ihrer Sprachkompetenzen. Alltägliche Methoden sind unsere Morgenkreise, das Betrachten und vorlesen von Büchern, das Singen von Liedern, Reime, das Spiel mit Handpuppen oder Rollenspiele, die das Interesse der Kinder an Sprache wecken und sie zum Sprechen anregen.

2. Umsetzung der Ziele

In unserer Kindergruppe arbeiten wir nach dem situationsbezogenen Ansatz. Das bedeutet, dass die Lebenssituation der Kinder, ihre bisherigen Erfahrungen, ihr individueller Entwicklungsstand und ihre Interessen Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit sind. In Anknüpfung an die von den Kindern benannten bzw. von uns beobachteten Interessen entwickelt sich die Projektarbeit, eine wichtige Methode der Umsetzung des situationsbezogenen Ansatzes. Ein Projekt ist eine aufeinander aufbauende und zusammenhängende Erforschung, Be- oder Erarbeitung des für die Kinder interessanten und wissenswerten Themas. Durch die zusammenhängende Erfassung eines Projektthemas können sich Kinder intensiv mit Lebenssituationen auseinandersetzen, für ihre Entwicklung wichtige aufeinander bezogene Erfahrungen machen und Kompetenzen erwerben. Projekte mit Kindern können, je nach Thema, unterschiedlich lang sein. Die zeitliche Dimension eines Projektes hängt im Wesentlichen von den Bedürfnissen, den Interessen und der Motivation der Kinder ab. Des Weiteren müssen die Projekte für die Kinder nachvollziehbar und überschaubar sein. Bei der Planung, Gestaltung und Auswertung von Projekten werden die Kinder entwicklungs- und altersentsprechend beteiligt. Weitere Angebote und Aktivitäten zur Förderung der Selbstbildungspotenziale von Kindern ergeben sich häufig spontan und zeitnah aus Alltagssituationen heraus. Darüber hinaus können sie der individuellen und gezielten Unterstützung und Förderung einzelner Kinder oder Kleingruppen auf der Grundlage von Beobachtungen und der aktuellen Situationsanalyse dienen. Sie knüpfen an den individuellen Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder an. Sie bauen auf bereits Bekanntem auf und führen das Kind an neue Herausforderungen heran, ohne es zu überfordern.

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist eine ausführliche Beobachtung und Dokumentation des Kindes. Im Laufe des Kitajahres beobachten wir das Kind in verschiedenen Sequenzen und Situationen im Tagesablauf. Diese Beobachtung wird im Portfolio festgehalten, was die Grundlage für die Bildungsdokumentation und die Elterngespräche darstellt. Wir lernen dadurch das Kind intensiver kennen und verstehen. Dies ermöglicht uns dann einen individuellen Umgang mit jedem einzelnen Kind.

3. Pädagogische Methode

3.1.Die Eingewöhnung

Die Basis für ein vertrauensvolles Zusammenleben in der Kita wird bei uns in der Eingewöhnung der Kinder gelegt. Unter der Eingewöhnung verstehen wir die ersten Tage/Wochen, die das Kind, zuerst in Begleitung z.B. seiner Mutter und dann alleine, in der Kindergruppe verbringt. In dieser Zeit wird das Kind viele Veränderungen in seinem Leben spüren, viele neue Eindrücke sammeln und vielleicht zum ersten Mal mit Erlebnissen von Trennung und Abschied konfrontiert sein. Durch die behutsame Eingewöhnung erhält das Kind die Möglichkeit, Vertrauen in die Erzieherin zu gewinnen. Das Kind kann lernen eine neue Beziehung aufzubauen. Das Kind entdeckt die neue Umgebung, den Tagesablauf und die anderen Kinder der Gruppe. Im Vorfeld bietet die Kita zum Kennenlernen Schnuppertage an.

Eingewöhnung nach dem „Berliner Modell“
Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf eine neue Umgebung. Die einen wenden sich anfangs vielleicht vorsichtig und zögernd, die anderen ohne Bedenken und energisch allem Neuen zu. Das hängt vom Temperament und der Vorerfahrung des Kindes ab. Es sollte in jedem Fall das Verhalten des Kindes akzeptiert werden. Nicht selten finden sich übrigens die Kinder, die zunächst eher ängstlich wirken, später am besten in die neue Umgebung hinein. Kinder lernen eine neue Umgebung am schnellsten kennen, wenn sie nicht gedrängt werden. Innerhalb kurzer Zeit machen sich Kinder nicht nur mit den neuen Räumen vertraut, sondern auch mit den Erzieherinnen. Ein Kind baut relativ schnell zum Team eine Bindungsbeziehung auf, so dass dann die Funktion der "sicheren Basis" für das Kind besteht. Das Kind lässt sich trösten, wenn es weint. Erst wenn es eine Beziehung dieser Art aufgebaut hat, kann es auf die Anwesenheit der Eltern in der Kita verzichten. Die meisten Kinder benötigen etwa 5-14 Tage die Begleitung von den Eltern, im Einzelfall auch mal 3 Wochen, bei manchen Kindern reichen schon 3 Tage.
Erste Trennung In den ersten zwei Tagen findet kein Trennungsversuch statt. Die ersten zwei Tage sind für die Eingewöhnung des Kindes besonders wichtig und sollte nicht durch eine vorzeitige Trennung belastet werden. Eine erste, kurze Trennung findet am dritten Tag statt.. Die Reaktion des Kindes auf den ersten wirklichen Trennungsversuch in der neuen Umgebung enthält wichtige Anhaltspunkte über die voraussichtliche Dauer der Eingewöhnungszeit. Abschluss der Eingewöhnungszeit Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn sich das Kind im Ernstfall vom Team trösten lässt.

3.2. Der Tagesablauf

Der Tagesablauf in unserer Kita ist so gestaltet, dass er eine Kombination von Wiederholung, Vorhersehbarkeit und Flexibilität ist. Vorhersagbare und wiederkehrende Elemente sind wichtig für die emotionale Sicherheit und Orientierung der Kinder. Der weitgehend offene Tagesablauf ermöglicht, dass jedes Kind für sich einen Rhythmus von Aktivität und Ruhe, Bedürfnissen finden kann.

3.3. Bring- und Abholsituation

In der Bringzeit werden die Kinder und Eltern persönlich und individuell von der jeweiligen Betreuerin begrüßt. Ablösungsrituale unterstützen die Trennung von den Eltern. Die Bringzeit endet um 9:00 Uhr, damit die Kinder gemeinsam und in Ruhe in den Morgenkreis gehen können. Beim Bringen und Abholen findet ein kurzer Informationsaustausch zwischen Eltern und pädagogischem Personal statt. Dies unterstützt den täglichen Wechsel des Kindes in die Kita. Die Eltern informieren sich in dieser Zeit auch an der Infowand und der KitaPost über Aktuelles in der Kita.

3.4. Essenssituation

Die Kinder erleben in der Kita das Frühstück, das Mittagessen und den Imbiss. Zum Frühstück hat jedes Kind seine eigene Brotdose dabei und es wird ein gemischter Obstteller angeboten. Das vegetarische Mittagessen besteht aus einem abwechslungsreichen Angebot. Am Nachmittag findet ein gemeinsamer Imbiss mit Obst statt. Jedes Essen findet in einer angenehmen gemütlichen Atmosphäre statt, in der die Kinder sich gegenseitig wahrnehmen, Erlebnisse austauschen, miteinander kommunizieren und Erfahrungen sammeln. Wir fördern die Selbständigkeit der Kinder, indem sie mitwirken können z.B. selbständig wählen, Getränke eingießen lassen, alleine essen lernen und das Geschirr in die Spülmaschine einzuräumen. Neben erlernen von Tischmanieren und Entscheidungen treffen ist das gemeinsame Essen auch eine Zeit der Ruhe und Erholung.

3.5. Körperpflege

Damit wir individuell auf jedes Kind eingehen können, gehen wir in Kleingruppen (ca. 5 Kinder) ins Bad. Die Kinder lernen nach und nach z.B. Hände und Gesicht waschen, abtrocknen und Zähneputzen. Durch Erlernen von Nase putzen und das An- und Ausziehen der eigenen Kleidung wird im alltäglichen Miteinander das Verständnis für Körperhygiene geweckt und der eigene Körper kennengelernt. Neben unserer festen Wickelzeit vor dem Mittagessen, wickeln wir hauptsächlich nach den Bedürfnissen der Kinder. (U3 Bereich/Apfelgruppe) In der Sauberkeitserziehung unterstützen wir die Kinder im Ablauf des Sauberwerdens, wenn sie entwicklungsmäßig bereit dazu sind. Meist beginnt diese Phase ca. ab dem 24. Lebensmonat, doch ist dieser Zeitpunkt von Kind zu Kind individuell verschieden. In Absprache mit den Eltern wird das Kind behutsam an die neue Phase herangeführt und die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt. Wir wecken das Interesse an der Toilette und erinnern größere Kinder an den eigenständigen Toilettengang.

3.6. Sexualerziehung

Auch schon kleine Kinder erleben sich und ihren Körper als sinnlich. Das fängt beim Neugeborenen an. Streicheln, küssen und liebkosen ruft ein körperliches Lustgefühl hervor. In der Kita begleiten wir die Kinder auf ihrem Weg ihren Körper zu erfahren und kennenzulernen. Sie erfahren es in der liebevollen Zuneigung beim Vorlesen und natürlich auch beim täglichen wickeln. In der weiteren Entwicklung fangen die Kinder an, sich z.B. im Rollenspiel mit ihrem Körper, mit dem eigenen Geschlecht und mit dem des Anderen auseinanderzusetzen. Darin werden sie von den Pädagoginnen und den verschiedenen Materialien wie Bilderbücher und Babypuppen unterstützt. Kinder haben das Bedürfnis, ihren Körper und ihre Gefühle zu entdecken. Sie möchten spüren, dass ihre Gefühle wirklich respektiert werden.

3.7. Freispiel

Das Freispiel ist in unserer Kita ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf. Hier lernen die Kinder durch Spielen. Die Kinder entscheiden selbst, mit wem sie, was, wie lange und wo sie spielen, experimentieren, gestalten, bauen. usw., um so ihren eigenen Interessen, Bedürfnissen und Wünschen nachzugehen. Es ist uns sehr wichtig, dass die Kinder Spaß und Freude am Tun haben. Die Kinder genießen das Zusammensein und holen sich je nach Bedürfnis den Körperkontakt und die Nähe, z.B. beim Buch vorlesen oder beim Kuscheln. Den Kindern stehen unterschiedliche Räume (Gruppenraum, Schlafraum, Flur), Spielbereiche (z.B. Baubereich, Puppenecke, Kuschelecke) und ausreichend entwicklungsorientierte ausgewählte Spielmaterialien (z.B. Bewegungsmaterial, Baumaterialien, Materialien für Rollenspiele, Natur- und Alltagsmaterialien, Bücher, Tischspiele, Malmaterialien) zur Verfügung. Die Kinder haben freien Zugang zu den Räumen und den Materialien und können dadurch selbst aktiv werden. Die Kinder lernen miteinander zu spielen, Rücksicht zu nehmen und auf Bedürfnisse anderer Kinder zu achten. Sie lernen Konflikte selbständig zu lösen und erfahren Unterstützung, wenn sie es nicht selber klären können. Die Gemeinschaft bietet den Kindern Orientierung und Integration. Kräfte und Geschick werden erprobt, Gelingen und Scheitern sowie Freude, Spaß und Ausgelassenheit erlebt. Die Kinder verarbeiten aber auch Schmerz und Enttäuschung und lernen Regeln kennen. Das Freispiel bietet somit den Kindern die Möglichkeit, z.B. die Persönlichkeit zu entfalten, soziale Erfahrungen zu sammeln und zu verarbeiten, der Umwelt altersgemäß zu begegnen, physische Fähigkeiten auszuprobieren und Kreativität und Sprachfähigkeit zu entwickeln. Wir bieten neben einer emotionalen, gemütlichen und warmen Atmosphäre, in der wir den Kindern Vertrauen und Geborgenheit geben, die Motivation zum „Spielen“. Wir unterstützen sie, greifen ein, wenn es nötig ist und leisten Hilfestellung. Die Beobachtung ist ein wichtiger Bestandteil des Freispiels. Wir ziehen uns dabei aus dem Spielgeschehen zurück, um die Kinder in ihrem Spielverhalten und ihren Spielbedürfnissen wahrzunehmen und darauf einzugehen.

3.8. Gezielte Erfahrungsangebote

Wir bieten unterschiedliche Erfahrungsangebote im Tagesablauf an. Im Morgen- und Mittagskreis singen wir gemeinsam Lieder, machen Fingerspiele, tanzen Kreisspiele, führen Gespräche und beginnen in gemeinsamer Runde den Tag. Dieses Ritual stärkt die eigene Persönlichkeit und das Gemeinschaftsgefühl. Der spielerische Umgang mit Musik, Sprache und Bewegung fördert die natürliche Musikalität und das Sprachvermögen. Wir vermitteln den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Bewegungserfahrung. Die Kinder lernen ihren eigenen Körper wahrzunehmen, zu erleben, mit ihm umzugehen und die körperlichen Fähigkeiten kennenzulernen. Über die Bewegung nehmen unsere Kinder Kontakt untereinander auf. Die Kinder erleben gemeinsames Betrachten von Bilderbüchern, Bewegungsangebote, Sinneserfahrungen, Naturbetrachtungen, Entspannungsübungen, Kochen und Backen. Die Kinder erfahren die verschiedenen Möglichkeiten beim Malen, Basteln, Kneten und Gestalten. Dabei ist das Erlebnis wichtiger als das Ergebnis. Die Freude und der Spaß am Tun stehen im Vordergrund. Feste, wie z.B. Geburtstage oder Nikolaus werden in gemeinsamer Runde gefeiert. Die einzelnen Erfahrungsangebote sind altersgemäß auf jedes Kind abgestimmt. Durch Kleingruppenarbeit oder Einzelförderung können wir noch gezielter und individueller auf jedes einzelne Kind eingehen. Im Jahresablauf bieten wir ein bestimmtes Thema oder Projekt über einen längeren Zeitabschnitt an, der sich bezugsnah an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Wir ermöglichen dadurch Wiederholung und Vertiefung. Der Garten und das Spazierengehen in unserer Umgebung ermöglicht den Kindern, die Natur hautnah zu erleben (sammeln von Stöcken, Steinen, Blättern, Tiere beobachten usw.). Zusätzlich bieten wir im Frühjahr den Ü3 Kindern (Käfergruppe) Waldtage an. An den Tagen fährt die Gruppe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Wald am Tierpark und erkundet da den Wald.

3.9. Bewegung/Sport

Da wir in unserer Kita nur einen kleinen Bewegungsraum für die U3 Kinder vorhalten können, gehen wir mit den Ü3 Kindern sehr gezielt nach draußen und in den nahen Park, der mit vielen Bewegungsbaustellen ausgestattet ist. Des Weiteren werden wir mit den großen Kindern zwei Mal im Monat in eine große Turnhalle fahren, in der auch die älteren Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen können. Da werden unterschiedliche Ballspiele, Lauf- und Fangspiele und Bewegungsbaustellen angeboten.

4. Unser Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung §8a SGB VIII

Für uns steht das Wohl des Kindes immer im Mittelpunkt unserer Arbeit. Deshalb sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und nehmen den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII sehr ernst. Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und auf eine gesunde Entwicklung. Wir wollen die Kinder dabei unterstützen zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten heranzuwachsen. Das bedeutet für uns von Anfang an einen partnerschaftlichen Kontakt zu den Eltern der Kinder aufzubauen und zu pflegen. Wir wollen die Eltern in der Erziehung ihrer Kinder unterstützen und begleiten. Bei Fragen und Problemen haben wir ein offenes Ohr. Gern nehmen wir uns die Zeit um uns bei Bedarf mit den Eltern zusammen zu setzen. Damit versuchen wir, Anzeichen von Kindeswohlgefährdungen frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und entsprechend zu handeln und diese vor allem ernst zu nehmen. Hier ist Sensibilität gegenüber allen Beteiligten besonders wichtig. Sollten gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung auftreten, so gibt es eine vom Träger festgelegte Arbeitshilfe. Diese legt die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Maßnahmen klar fest und gibt uns eine Struktur an der wir uns orientieren können. Vor allem eine gute Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften (Träger, InsoFa, Jugendamt, Familycare) ist hier enorm wichtig. Auch eine gute Kommunikation im Team ist wichtig. Wir tauschen uns über unsere Beobachtungen aus und legen unseren Fokus auf intensive Gespräche mit den Eltern. Wir stehen als Berater und Unterstützer zur Verfügung. Kommt jedoch kein Kontakt mit den Eltern zustande, bzw. die Eltern sind nicht kooperativ, dann ist es unsere Aufgabe das Jugendamt zu informieren. Grundsätzlich streben wir es an, im besten Fall, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten einverstanden sind und die Entscheidungen mittragen können – zum Wohle des Kindes.

IV. Zusammenarbeit mit den Eltern

1. Gemeinsamer Austausch

Die Elternarbeit ist neben der Arbeit mit den Kindern ein gleichwertiger Bestandteil im Aufgabenbereich unserer Kindergruppe. Wir wünschen uns ein freundschaftliches und respektvolles Verhältnis mit Offenheit und Ehrlichkeit. Die Eingewöhnung bietet die Grundlage einer solchen Vertrauensbasis. Im täglichen Austausch informieren sich Eltern und pädagogisches Personal über die aktuelle Situation, Ereignisse, Termine und über Entwicklungsfortschritte des Kindes. Die Eltern und das Team geben sich gegenseitig Unterstützung, Hilfestellung und praktische Anregung in Fragen der Erziehung und pädagogischen Arbeit. Zusätzlich bieten wir nach Absprache Elterngespräche an, in denen in Ruhe und mit Zeit die Entwicklung des Kindes (der Familie) besprochen werden kann.

2. Mitarbeit

Damit wir unsere pädagogische Arbeit zugunsten des Kindes leisten können, ist die Mitarbeit der Eltern unerlässlich. Die Eltern werden in Projekte, welche die gesamte Einrichtung betreffen einbezogen (Streichen der Räume, Gartengestaltung und -pflege). Wir fragen die Eltern nach Beiträgen zu verschiedenen Aktivitäten (z.B. kochen und backen bei Festen). Mit der Aufnahme des Kindes verpflichten sich die Eltern, bestimmte Aufgaben (Dienste) zu übernehmen. Wir verstehen unter diesen Diensten folgende Aufgaben: Vorstandsarbeit, u.U. Schlafbereitschaften, Gartenaktionen und Pflege, Begleitung der Gruppe bei Bedarf.

3. Aktivitäten

Mitgliederversammlungen, organisatorische und themenbezogene Elternabende vertiefen die allgemeine Kommunikation und Zusammenarbeit in unserer Kindertagesstätte. Gemeinsame Feste, Feiern und Ausflüge sind zusätzlich ein großer Bestandteil unserer Elternarbeit.

V. Zusammenarbeit im Team

Grundlage für unsere Arbeit im Team ist ein vertrauensvolles Verhältnis, in dem gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung herrschen. Im täglichen Miteinander und in den Teamsitzungen ermöglichen wir uns einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch, eine gemeinsame Planung, Vorbereitung und Durchführung. Neben organisatorischen Themen (Termine, Aktivitäten) und inhaltlichen Themen (pädagogisches Konzept, Gruppensituation, Kinderbeobachtungen) ist uns die Reflexion ein wichtiger Bestandteil der Teamarbeit. Pädagogisches Handeln wird offen angesprochen und hinterfragt. Dadurch ermöglichen wir uns einen ständigen Gedankenaustausch unserer Ideen, Wert- und Zielvorstellungen und eine gemeinsame kritische Auseinandersetzung. Unterschiedliche persönliche und fachliche Fähigkeiten werden akzeptiert, unterstützt und eingesetzt. Aufgaben werden individuell und zweckmäßig verteilt, sodass die Stärken einer jeden Betreuerin zum Tragen kommen können. Fortbildungen werden von jeder Betreuerin regelmäßig wahrgenommen und in die gemeinsame Arbeit mit eingebracht. Damit sichern wir unseren Qualitätsstandard. Die Konzeption wird vom Team regelmäßig überprüft, überarbeitet und weiterentwickelt.

VI. Öffentlichkeitsarbeit

Diese Konzeption ist ein Beitrag, den Alltag der Kindergruppe in der Öffentlichkeit ausführlich darzustellen. Für die Kindergruppe ist es wichtig und notwendig, in Verbindung mit öffentlichen Stellen und Ämtern (z.B. Jugendamt Bielefeld, LWL, Gesundheitsamt, Grundschulen) zu bleiben. Die Präsenz in den lokalen Medien, wie auch die Gestaltung der Homepage ist ein wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit und wird zum Teil auch von den Eltern der Kindergruppe mit erarbeitet. Unsere Homepage ist zu finden unter: www.kindergruppe-apfelstrasse.de Die Kindergruppe ist daran interessiert, die Arbeit mit U3 und Ü3 Kindern Schüler/innen und Auszubildenden in sozialen Berufen näher zu bringen. Hospitationen und Praktika können in Absprache mit der Leitung vereinbart werden. Wir möchten damit einen Beitrag zur Ausbildung qualifizierten Nachwuchses leisten.

VII. Qualitätssicherung

Unsere Kita ist Mitglied beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und nimmt aktiv und passiv an deren Angeboten wie Leitungskreis, Supervision und Veranstaltungen teil. In diesem Zusammenhang haben wir uns auch für die Qualitätssicherung, die vom DPWV angeboten wird (PQSYS KIQ) entschieden und bearbeiten diese fortlaufend.
VIII. Schlussgedanke

Wir das Team der Kindergruppe Apfelstraße möchten uns auf diesem Weg bei allen Eltern, Beteiligten und Interessierten bedanken, die die Arbeit der Kindergruppe unterstützen und weiterentwickeln.
Zu allerletzt folgen nun:

12 Forderungen eines Kindes an seine Eltern/Erzieherinnen

1. Verwöhne mich nicht! Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann- Ich will dich nur auf die Probe stellen.
2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben! Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.
3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt! Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.
4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: „Ich hasse Dich!“ Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.
5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns! Ich muss auch peinliche und schmerzhafte Erfahrungen machen, um innerlich zu reifen.
6. Meckere nicht ständig! Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.
7. Mach keine vorschnellen Versprechungen! Wenn du dich nicht an deine Versprechungen hältst, fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen.
8. Sei nicht inkonsequent! Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.
9. Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle! Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen.
10. Lache nicht über meine Ängste! Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.
11. Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen! Ehrliche Entschuldigungen erwecken bei mir ein Gefühl Von Zuneigung und Verständnis.
12. Versuche nicht, so zu tun als seist du perfekt oder unfehlbar! Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist. Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten. Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst.

Sazung

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Satzung der Elterninitiative
Kindergruppe Apfelstraße
(zuletzt geändert am 28.08.2014)

§ 1 NAME UND SITZ
(1) Der Verein trägt den Namen Elterninitiative Kindergruppe Apfelstraße e.V.
(2) Sitz des Vereins ist Bielefeld.
(3) Er ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes in Bielefeld eingetragen worden.
(4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 ZWECK
(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung in der jeweils gültigen Fassung.
(2) Zweck des Vereins ist die pädagogische Betreuung von Kindern durch die Errichtung und den Betrieb einer Kindertagesstätte.

§ 3 SELBSTLOSIGKEIT
(1) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(2) Mittel des Vereines dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereines.
(3) Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins keinen Anteil des Vereinsvermögens.
(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 MITGLIEDSCHAFT
(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die sein Ziel im Sinne des § 2 unterstützt.
(2) Der Verein kann aktive (stimmberechtigte) und passive (fördernde) Mitglieder haben.
(3) Aktive, stimmberechtigte Mitglieder sind Sorgeberechtigte, deren Kinder in der Tagesstätte betreut werden. Die Anzahl der Stimmen der Sorgeberechtigten in der Mitgliederversammlung richtet sich nach der Anzahl der Kinder, die sie in der Einrichtung betreuen lassen. Dabei berechtigt ein gemeinsames Kind zweier Eltern nur zu jeweils einer gemeinsamen Stimme. Die Mitgliederversammlung kann im Einzelfall durch Beschluss Abweichendes regeln.
(4) Alle anderen Mitglieder sind passive (fördernde) Mitglieder, die nicht stimmberechtigt sind. Im Einzelfall können durch Beschluss der Mitgliederversammlung passive Mitglieder Stimmrecht erhalten.
(5) Der Antrag auf die Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu stellen, der über den Antrag entscheidet. Bei einer Ablehnung seiner Aufnahme hat der Bewerber das Recht, innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach Mitteilung der Ablehnung an den Antragsteller die nächste Mitgliederversammlung anzurufen, die über das Aufnahmebegehren mit einfacher Mehrheit entscheidet. Mit der Bestätigung der Aufnahme in den Verein erhält das Mitglied ein Exemplar der Vereinssatzung und der Kindergartenordnung.
(6) Der Austritt eines Mitgliedes ist zu jedem Monatsende möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten („Dreimonatsfrist“). Wird diese Dreimonatsfrist nicht eingehalten, so ist das Vereinsmitglied gegenüber dem Verein zum Ersatz des daraus resultierenden Schadens verpflichtet (bspw. Mitgliedsbeitrag, Zahlungen der Stadt / des Landes aufgrund der Zahl der Kinder). Eine Ausnahme bildet die Kündigung zum Ende der Monate Juni, Juli und August. Diese Kündigung kann nur zum Ende des Kindergartenjahres erfolgen, es sei denn, der freiwerdende Platz wird durch die Aufnahme eines anderen Kindes übergangslos belegt.
(7) Die Mitgliedschaft von Eltern, die ihre Kinder in der Einrichtung für Kinder betreuen lassen, erlischt automatisch, wenn die Kinder aus der Einrichtung ausscheiden und die Eltern nicht schriftlich um eine Verlängerung nachsuchen. Anträge auf Verlängerung der Mitgliedschaft sind wie Anträge auf Neuaufnahme zu behandeln.
(8) Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muss vor Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung gegeben werden. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann innerhalb eines Monats Berufung bei der Mitgliederversammlung eingelegt werden.

§ 5 BEITRÄGE
(1) Die Mitglieder zahlen regelmäßige und außerordentliche Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung. Dabei können passive Mitglieder zu einem geringeren Beitrag verpflichtet oder ganz von der Beitragspflicht befreit werden. Zur Festsetzung der Beiträge ist eine einfache Mehrheit erforderlich.
(2) Neben den nach Abs. 1 zu entrichtenden Beiträgen in Geld, ist gemäß eines Beschlusses der Mitgliederversammlung regelmäßige (z. B. Elterndienste, Putzen, Beitrag zur Versorgung) und außerordentliche Mitarbeit als zusätzlicher Beitrag zu leisten.
(3) Aktive Mitglieder haben die nach Abs. 1 und 2 festgesetzten Beiträge in der Anzahl zu leisten, wie sie gemäß § 4 Abs. 3 Stimmrechte in der Mitgliederversammlung besitzen.
(4) Die Mitgliederversammlung kann im Einzelfall durch Beschluss Abweichendes regeln.
(5) Die Höhe der Mitgliederbeiträge muss so bemessen sein, dass damit der Betrieb der Einrichtung für Kinder des Vereins ausreichend finanziert wird, unter Berücksichtigung der Betriebskosten und der Richtlinien zur Gewährung von Zuschüssen in der jeweils gültigen Fassung.

§ 6 VORSTAND
(1) Der Vorstand besteht aus einem 1. und 2. Vorsitzenden, einem Kassenführer, einem Schriftführer. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf 2 Jahre gewählt. Die Wiederwahl ist möglich.
(2) Jeweils zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
(3) Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihre Amtstätigkeit aufnehmen können.
(4) Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Insbesondere entscheidet der Vorstand über den jährlichen Vereinshaushalt.
(5) Die Einberufung zu Vorstandssitzungen erfolgt schriftlich durch den Vorsitzenden unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 14 Tagen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind.
(6) Beschlüsse des Vorstandes können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn kein Vorstandsmitglied widerspricht. §8 gilt entsprechend.
(7) Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- und Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen; diese Satzungsänderungen werden allen Vorstandsmitgliedern schriftlich mitgeteilt.
(8) Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit.

§ 7 MITGLIEDERVERSAMMLUNGEN
(1) Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich einzuberufen.
(2) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind zu berufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Berufung schriftlich von 1/3 sämtlicher Vereinsmitglieder unter der Angabe von Gründen vom Vorstand verlangt wird.
(3) Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch ein anderes Vorstandsmitglied, unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 14 Tagen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Soweit Mitglieder eine Email Adresse besitzen und diese dem Verein bekannt gegeben haben, gilt die Schriftform gegenüber diesen Mitgliedern auch als gewahrt, wenn ihnen die Einladung per Email zugeht.
(4) Der Mitgliederversammlung sind die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und Entlastung des Vorstandes vorzutragen.
(5) Die Mitgliederversammlung wählt zwei Revisoren, die nicht dem Vorstand angehören sowie nicht hauptamtliche Angestellte des Vereins sein dürfen.
(6) Die Mitgliederversammlung entscheidet ferner insbesondere über:
- Satzungsänderungen
- Auflösung des Vereins
- Kindergartenordnung
- Mitgliedsbeiträge
- Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich

(7) Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt, ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder.
(8) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.

§ 8 BEURKUNDUNG DER BESCHLÜSSE
(1) Die in den Vorstandssitzungen und den Mitgliederversammlungen gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen. Diese sind vom Versammlungsleiter und dem jeweiligen Protokollanten zu unterzeichnen.

§ 9 SATZUNGSÄNDERUNGEN
(1) Für den Beschluss, die Satzung zu ändern, ist eine ¾ Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden. Die Einladung muss auch den neuen Wortlaut der geplanten Änderung enthalten.
(2) Die Änderung des Vereinszweckes bedarf einer ¾ Mehrheit aller Vereinsmitglieder.

§ 10 AUFLÖSUNG DES VEREINS
(1) Für den Beschluss zur Auflösung des Vereins bedarf es einer ¾ Mehrheit aller Vereinsmitglieder. Die Auflösung muss im Einladungsschreiben zu dieser Mitgliederversammlung angekündigt werden.
(2) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Nordrhein - Westfahlen e. V., der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige beziehungsweise mildtätige Wohlfahrtszwecke zu verwenden hat.